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(c) PESTER LLOYD / 11. Juni 2008
 

Nabucco könnte 58% teurer werden als geplant

Mit insgesamt 7,9 Mrd EUR werden nach neuesten Expertenschätzungen die Kosten der Gaspipeline beziffert.

Die Leitung soll, in Opposition zu SouthStream aus Russland, Erdgas aus zentralasiatischen Staaten über den Balkan nach Westeuropa, u.a. auch Ungarn und Österreich bringen. "Die Machbarkeitsstudie von 2005 ging von Baukosten in Höhe von 5 Mrd EUR aus. Doch die Rohölpreise haben sich seitdem verdoppelt, was zur Erhöhung sämtlicher Energiepreise führte und auch Stahl verteuerte." das Projektbüro Nabucco Gas Pipeline International in einer Aussendung. "Mit den neuen Daten wird die 3.300 km Pipeline mit einer Kapazität von 31 Mrd. Kubikmetern nun 7,9 Mrd EUR kosten."

Zum Nabucco-Konsortium gehören: die OMV, der ungarische Rivale MOL, Rumäniens Transgaz,  Bulgargaz,  Botas aus der Türkei und die deutsche RWE. Nabucco dient zwar dem erklärten Willen, die Abhängigkeit von russischen Lieferungen zu verringern, andererseits beteuern EU-Politiker jedoch stets, dass bei dem enormen Bedarf Platz für mehrere solcher Großprojekte sei. OMV ist im übrigen in beide Projekte involviert und erhofft sich so u.a. über den Gashub Baumgarten eine entscheidende Rolle bei der Endkundenverteilung spielen zu können. Im Falle von South Stream wird ihnen diese Rolle jedoch von der Gazprom streitig gemacht. Der Baubeginn von Nabucco wird für 2010, die Fertigstellung für 2013 erwartet. Die Russen wollen 1,5 Jahre früher fertig sein.

(c) Pester Lloyd

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