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(c) PESTER LLOYD / Juni 2008
Vier Stiftungen gründen Hilfsfonds für den Balkan
Vier der größten (gemeinnützig tätigen) europäischen Stiftungen haben sich zusammengeschlossen, um ein neues Förderprogramm für Länder des Westbalkans ins Leben zu rufen.
Der Europäische Fond für den Balkan (European Fund for the Balkans) wurde von der Compagnia di San Paolo, der ERSTE Stiftung, der König-Baudouin-Stiftung und der Robert Bosch Stiftung gegründet. Mit einer Investition von mehreren Millionen Euro dient dieses Joint-Venture der Umsetzung und Förderung von Initiativen, die eine Heranführung der Länder des Westbalkans an die Europäische Union zum Ziel haben.
„Der European Fund for the Balkans schließt unmittelbar an die Ergebnisse der internationalen Balkan-Kommission an, indem man den Bürgern des Westbalkans entgegengeht und eine für die Zukunft der Gesellschaft notwendige pro-europäische Orientierung unterstützt”, erklärt Giuliano Amato, der ehemalige Premierminister Italiens und Vorsitzende der internationalen Balkan-Kommission (2004- 2006).
Eine Podiumsdiskussion in Sarajewo zum Thema „Der Balkan in Europas Zukunft“ lieferte den Startschuss der Tätigkeit dieses europaweiten Projektes. Mit dabei waren u.a. der deutsche Bundespräsident a.D. Richard von Weizsäcker, der serbische Ex-Außenminister Goran Svilanovic, der ehemalige bosnische Premierminister Zlatko Lagumdzija sowie junge Führungskräfte aus den Balkanländern.
Die erste Initiative des Fonds ist ein regionales Politikprogramm für Experten und politische Einrichtungen, „Think and Link“, das eine inklusive und evidenzbasierte politische Entscheidungsfindung in Umweltfragen auf dem Balkan fördern will. Zu diesem Zweck werden Organisationen aus der Region in einen Forschungs- und Seminarzyklus eingebunden.
Mit einem Fellowship-Programm für junge Verwaltungsfachkräfte aus den Ländern des Westbalkans will man in Zukunft gezielt Maßnahmen zur Förderung von Spitzenleistungen und Führungsqualitäten setzen. Der European Fund for the Balkans steht anderen privaten und öffentlichen Förderern offen. Das Projekt richtet sich nicht nur an europäische Förderer, die bereits auf dem Balkan aktiv sind, sondern auch an öffentliche und private Förderer, die bis dato noch nie in dieser Region tätig waren, oder die ihre Fördermittel wirksam einsetzen und deren Auswirkungen erhöhen wollen.
Weitere Informationen: www.balkanfund.org
(c) PESTER LLOYD
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