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(c) PESTER LLOYD / 17. Mai 2008
 

Löhne in CEE stiegen über 6%

Die Löhne in Osteuropa legten im letzten Jahr deutlich zu, doch durch die Preissteigerungen bleibt den Menschen davon nichts übrig. Auch die Schere zum Westen bleibt immer noch gross.

Die Durchschnittsgehälter in Mittelosteuropa stiegen im Vorjahr um 6,2 %, ermittelte eine Studie der Consulter von Hewitt Associates. Am stärksten kletterten die Einkommen in Polen mit 6,9 %, danach folgt Ungarn mit 6,8 %. Während die Polen sich um rund 2% Reallohnzuwachs freuen können, zahlen die Ungarn jedoch drauf. Durch die Inflation von 7,9% (Teuerung bei Lebensmitteln und Energie sogar 16%) haben sie weniger in der Geldbörse als 2006. Moderater stiegen die Gehälter in Tschechien (4,8%), in der Slowakei erhielten die Arbeitnehmer im Schnitt 6,1% mehr. Bei diesen Zahlen ist jedoch zu beachten, dass sich auch in Osteuropa ein Trend zu Niedrigeinkommen abzeichnet. D.h., während gut ausgebildete Spezialisten und Fachkräfte mehr verdienen, bleiben Hilfskräfte mehr und mehr auf der Strecke und können trotz Fulltimejobs kaum von ihrem Einkommen leben. Ein Facharbeiter in der Slowakei erhält ungefähr ein Viertel dessen, was sein Kollege einige Kilometer weiter in Österreich bekommt, die Lebenshaltungskosten sind aber nur unwesentlich geringer.

(c) Pester Lloyd

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