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(c) PESTER LLOYD / 17. Mai 2008
Welche Osteuropa-Aktien in der nächsten Zeit den Einstieg lohnen
Werte aus Polen und Österreich dominieren, aber auch die ungarische OTP wird empfohlen.
Die Börsen in Mittelosteuropa hätten eine Talsohle erreicht und seien reif für die Wiederentdeckung. Das konstatieren CEE-Experten der ERSTE Bank in Österreich in ihrem Monatsbericht und geben handfeste Empfehlungen, sogenannte "Top Picks", wo sich die Investition in Aktien in nächster Zeit besonders lohnen könnte.
Allgemein nennen die Analysten den derzeitgen Zustand der Ostbörsen eine "Bären-Rallye", was wie ein derber Widerspruch klingt, aber nichts weiter bedeutet, dass in einem tendenziell abwärts, bzw. seitwärts gerichteten Markt, etliche Unternehmen durchaus vitale Lebenszeichen von sich geben. Allmählich scheinen sich die Einflüsse des internationalen Marktpessimismus zu verringern und die Konzentration der Investoren kehrt zur Pragmatik zurück, will heissen, man schaut sich einzelne Unternehmen und ihre Potentiale wieder genauer an, statt sich von allgemeinen Hysterien ablenken zu lassen.
Insgesamt stehen Österreich, Ungarn und Polen mit "übergewichten" ganz oben auf der Empfehlungsliste, Tschechien betrachtet man eher abwartend, sieht aber den starken Kurs der Krone, der vor allem die Exporte belastet, zum Jahresende leicht sinken. Slowenien und Südosteuoropa werden derzeit eher mit Vorsicht genossen. Ausnahme: Rumänien, dem man positive Aussichten bescheinigt.
Angeführt wird die Empfehlungs-Liste von einem polnischen Hersteller von Badwannen, Keramiken für den Hygienebereich und Kacheln für die Küche, Cersanit, sowie dem Mitbewerber Ceramika Nowa Gala. Bei ersterem sieht man ein Potential von bis zu +66% beim Aktienkurs. Empfohlen werden vor allem auch viele österreichische Unternehmen, die massiv in Osteuropa tätig sind und in letzter Zeit unter Wert geschlagen wurden, u.a.: Raiffeisen Holding International, OMV, Voestalpine, Wienerberger und STRABAG. Ganz oben, auf Platz 2 der Einkaufsempfehlungen der Erste steht auch die Ungarische Bank OTP, der man über 60% Wertsteigerung zutraut.
Der slowenische Pharmawert Krka wird ebenso als "besonders billig" zum Kauf empfohlen. Als kleiner Geheimtipp gilt der Hersteller von Fertigmahlzeiten Graal im polnischen Wejherowo. Auch den beiden größten ungarischen Pharmakonzerne Richter und Egis wird ein Wachstumspotential der Aktie von über 40% zugetraut, ebenso der tschechischen tochter von Telefonica O2.
(c) Pester Lloyd
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