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(c) PESTER LLOYD / 11. April 2008
Roma brauchen Arbeit, keine Korbflechterkurse
Orban Kolompar, Chef des Nationalen Rates der Roma in Ungarn forderte vergangene Woche der "kosmetischen Hilfe" für seine Volksgruppe ein Ende zu bereiten und endlich konkrete Massnahmen zu ergreifen, die wirklich helfen.
Mehr als 40% der arbeitsfähigen Roma in Ungarn seien in Arbeitsförderungsmassnahmen registriert. "Den Roma beizubringen wie man Körbe flechtet oder Teppiche knüpft" gefällt nur den Bürokraten, weil man damit zwar die "Statistik verschönern" könne, aber niemandem wirklich weiterhelfe.
Auch sei es zynisch, Ausbildungsprogramme für Kinder und Jugendliche anzubieten, wenn die Eltern nicht einmal das Geld hätten, ihren Kinder Essen und Kleidung zu kaufen, so Kolompar. Langfristig ist es zwar wichtig, den Kindern eine Bildungsperspektive zu öffnen, die Arbeitslosigkeit der Eltern sei aber das dringendste Problem. Diese finden meist nur auf dem grauen oder schwarzen Arbeitsmarkt eine Beschäftigung.
(c) Pester Lloyd
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