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(c) PESTER LLOYD / 19. April 2008
Kinder in die Kindergärten
Ungarn und Tschechien bilden bei der (ausserfamiliären) Kinderbetreuung die Schlusslichter in Europa. Studien belegen, dass fehlende Betreuungsmöglichkeiten der Hauptgrund für rückläufige Geburtenraten sind.
Eine Betreuungsquote von 8,3% (gemessen jewels an 3jährigen) und einer Geburtenrate von 1,3 Kindern / Frau bildet für Ungarn einen der schlechtesten Werte in Europa. Lediglich in Tschechien ist die Lage es mit 1 Prozent Betreuungsquote noch schlechter - Die Geburtenrate hier: 1,18. Dass die "Kinderfreundlichkeit" nicht in erster Linie vom materiellen Wohlstand eines Landes abhängt beweisen neben Studien der EU und OECD auch ein Blick in die Entwicklungs- und Schwellenländer. Auch in Österreich, dass mit einer Betreuungsquote von 10% ebenfalls im im unteren Mittelfed rangiert will man bis 2010 eine 15 Mio EUR-Initiative starten, die dann jedem dritten Kind einen Kindergartenplatz verschaffen soll. Dieses ehrgeizige Ziel hat die EU übrigens für alle Länder ausgegeben - allerdings auch unabhängig von traditionellen Familienstrukturen. Auch konservative und klerikale Kräfte stehen in einigen Ländern einer höheren Betreuungsrate ausserhalb der Familie im Weg. Auch die Frauenarbeitslosigkeit ist in Ländern mit niedrigen Betreuungsraten am höchsten.
Betreungsquoten (in Prozent) und Geburtenraten (Kinder pro Frau) im internationalen Vergleich:
USA: 38 / 2,07 Niederlande: 22 / 1,75 Großbritannien: 20 / 1,7 Frankreich: 18 / 1,89 Österreich: 10 / 1,41 Ungarn: 8,3 / 1,3 Tschechien: 1 / 1,18
(c) Pester Lloyd
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