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(c) PESTER LLOYD / 17. April 2008
 

Türöffner für KMU

Das Experten-Netzwerk "Enterprise Europe Network" (EEN) will Kleinunternehmen, dem Mittelstand (KMU) und Forschungseinrichtungen ein einheitlicher Ansprechpartner sein.

Die Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich präsentierte auf einer Pressekonferenz vergangene Woche das "Enterprise Europe Network". Das Projekt ist Ergebnis der Einsicht, dass gerade Kleinunternehmen es im Vergleich zu Multis aus finanziellen, zeitlichen und logistischen Gründen naturgemäss schwerer haben, das europaweite Potential ihrer Innovationen und Geschäftsideen zu nutzen, erläuterte dabei der Leiter der Kommissionsvertretung Karl Doutlik (Bildmitte).

Foto: Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich

Ausserdem besteht ein enormer Nachholbedarf beim Technologietransfer zwischen Forschung und Industrie. Durch das neue Netzwerk soll auch die sogenannte "Doppelforschung" auf ein Minimum reduziert werden, die - nach EU-Angaben - jährlich bis zu 6 Mrd EUR verschwendet.

12 Partner stehen in Österreich für KMU und Forschungsinstitutionen aller Art zur Verfügung um möglichst konkrete Beratung und Unterstützung bei der europaweiten Geschäftsentwicklung zu geben. Das neue Netzwerk fasst u.a. die bisherigen Aktivitäten der Wirtschaftskammer(n), der Forschungsförderungsgesellschaft und des Wiener Wirtschaftsförderungsfonds unter einem einheitlichen Dach, aber mit dezentralen Mitteln fort. In diesem Zusammenhang wurde die "No-wrong-door-policy" betont, d.h. in der Praxis, der Anfragende wird nicht von Pontius zu Pilatus geschickt, bevor er an eine brauchbare Auskunft oder einen kompetenten Ansprechpartner kommt.

Europaweit steht mit dem EEN ein Netz von 500 Partnern in 40 Ländern für folgende Dienstleistungen zur Verfügung:

- Förderungsberatung (EU- und nationale Töpfe)
- Rechtsauskünfte z.B. für grenzüberschreitende Aktivitäten
- Prüfung von Beschwerden bei Handelshemnissen oder bürokratischen Hürden
- Hilfe bei Unternehmenskooperationen, europaweit
- Technologietransfer und Forschungsförderungsprogramme.

Informationen für alle Länder (Offizielle Webseite des EEN)

Ansprechpartner in Österreich (Auswahl)
Wirtschaftskammer Österreich
Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft M.B.H.
Wiener Wirtschaftsförderungsfonds
Weitere Informationen:
www.een.at

Ansprechpartner in Ungarn
ITD Hungary, Budapest
Innostart National Business And Innovation Centre, Budapest
Weitere Informationen:
www.itdh.com

Ansprechpartner in Tschechien
Technology Centre Of The Academy Of Sciences, Prag
Centre For Regional Development Of The Czech Republic, Prag
JIC – South Moravian Innovation Centre, Brno, Brno
Weitere Informationen:
www.euroinfocentrum.cz

Ansprechpartner in der Slowakei
National Agency For Development Of Small And Medium Enterprises
Slovak Chamber Of Commerce And Industry
Weitere Informationen:
www.een.sk

Marco Schicker

(c) Pester Lloyd

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