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(c) PESTER LLOYD / 7. März 2008

 

Kein Abschluss unter dieser Nummer

Die Privatisierung der Telekom Slowenije ist erst einmal gescheitert.

Die Kommission zur Privatisierung der Staatsanteile an der slowenischen Telekom sieht sich gezwungen, die Gebote der zwei letzten verbliebenen Bieter im Rennen um den 49,13%-Anteil zurückzuweisen.

Nachdem diverse Bieter, wie u.a. die kroatische und ungarische Telekom schon zu Beginn der Auktion aus dem Rennen waren, müssen sich nun auch die isländische Telefongesellschaft Skipti und das britisch-deutsche Finanzkonsortium Bain Capital & Axos Capital neue Angebote für die Telekom-Firma überlegen, teilte die Slowenische Presseagentur mit. Matjaz Jansa, Chef der Regierungskommission teilte mit, dass die bis zur Deadline am 26. Februar eingegangene Gebote weder in ihrer Höhe noch in der Art ihrer Einreichung dazu geeignet waren, die Zustimmung der Kommission zu erlangen.

Die einen wollten eine Art Filetierung des Unternehmens, die anderen schlicht zu wenig bezahlen. Der slowenische Wirtschaftsminister Andrej Vizjak schloss Nachverhandlungen zwar nicht aus, doch rechnen viele mit einer Neuauflage der Ausschreibung oder einem ganz normalen Börsengang  (Inital Public Offering) des Aktienpaketes.

Der Vorstandschef des Unternehmens, Bojan Dremelj, sagte daraufhin selbstbewusst, dass sein Unternehmen von dem Vorgang maßgeblich profitiert hätte, seien ihm doch durch das Due Dilligence-Verfahren (eine kaufmännische Durchleuchtung von Firmenwert und -strategie) wichtige Erkenntnisse zugefallen, die das Unternehmen stärkten und nun noch wertvoller machten. Die politischen Parteien zeigten sich zufrieden mit dem Abbruch des Verkaufes und tadelten die Investoren dafür, dass diese gemeint hätten, eines der wertvollsten Unternehmen Sloweniens für "ein Taschengeld" erwerben zu können.

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