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(c) PESTER LLOYD / 1. März 2008
Rußfreie Nachbarschaft
Der slowakische Wirtschaftsminister Lubomir Jahnatek hat mitgeteilt, dass der geplante Bau eines Kohleheizkraftwerks in Trebisov, unweit der ungarischen Grenze wahrscheinlich abgesagt wird.
Der ungarische Umweltminister Gábor Fodor begrüßte diesen Schritt, gab es doch zuvor einige Meinungsverschiedenheiten zwischen Ungarn und der Slowakei. Trebisov liegt in unmittelbarer Nachbarschaft des berühmten Weinbaugebietes von Tokaj, einem Weltkulturerbe. Die Winzer befürchteten, dass durch den Betrieb eines Kohlekraftwerks nicht nur die Gefahr einer Luftverschmutzung steigen, sondern sich auch das für das Gedeihen der Reben so wesentliche Mikroklima verändern könnte. Die slowakische Seite hatte in einer "Umweltstudie" hingegen behauptet, dass ein solches 805MW-Kraftwerk lediglich Auswirkungen in "100 Metern Umgebung" hätte.
Und die Meldungen zur guten Nachbarschaft gehen noch weiter: die slowakische Seite verkündete, 7 Mrd SKK in die Modernisierung eines weiteren grenznahen Kraftwerks zu investieren (Vojany), so dass dort die Kapazitäten ohne weitere Umweltverschmutzung erhöht werden könnten.
(c) Pester Lloyd
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