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(c) PESTER LLOYD / 19. April 2008
South Stream könnte Bogen um Österreich machen
Zwar hat Gazprom erst kürzlich einen Kooperationsvertrag über die größte europäische Gasverteilungsstation Baumgarten mit OMV geschlossen, doch über einiges ist man in Moskau derzeit "not amused".
Wie der "Kommersant" berichtet, plant man für das 3.300km Nabucco-Konkurrenzprojekt bereits eine neue Route vom Schwarzen Meer über Serbien, dann aber durch Slowenien und um Österreich herum. Der Streit entzündet sich vor allem um die Einbeziehung von Händlern bei der Verteilung des Erdgases aus der South-Stream-Pipeline an die Endkunden. Hier pochen die Russen sehr deutlich darauf, selbst die führende Rolle - auch ni Österreich - zu spielen, während sich die etablierten Händler, so auch die OMV, natürlich nicht gerne die Butter vom Brot, bzw. das Gas aus der Leitung nehmen lassen wollen. Gazprom-Cehf Alexej Miller meinte gegenüber der Zeitung, die Bereitschaft der Slowenen, sollte den Österreichern ein deutliches Zeichen sein, dass man die Pipeline auch um sie herum bauen könnte.
Die österreichische Seite will offiziell nichts von Verstimmungen wissen. Doch auch das kürzlich erfolgte Lockangebot von OMV-Chef Ruttensdorfer an die MOL-Aktionäre, gemeinsam gegen die Expansionsplände Gasprom eine Front zu bilden, dürfte in Moskau nicht gerade freundschaftlich angekommen sein.
(c) PESTER LLOYD
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