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(c) PESTER LLOYD / 7. März 2008

 

Commerzbank gründet Osteuropa-Holding

Etwas spät, meinen Experten: die Deutschen haben den CEE-Markt zu gunsten der Österreicher gründlich verschlafen. Ein paar Nischen bleiben aber noch.

Die Bündelung der regionalen Aktivitäten in einer Holding, die künftig als eigenständiges Segment gleichberechtigt neben Bereichen Privat-, Geschäftskunden und Mittelstandsbank stehen wird, soll die Gründung der Osteuropa-Holding bewirken. Vor allem das erfolgreiche Geschäftsmodell der "Comdirect"-Banken soll auf weitere Länder übertragen werden, teilt das Unternehmen mit.

In Polen laufe dies schon gut, in der Slowakei und Tschechien habe man "binnen drei Monaten schon insgesamt 70.000 Neukunden gewonnen." Die Übernahme der Bank Forum in der Ukraine soll der nächste Schritt auf dem Weg nach Osten sein. Die Berufung des jung-dynamischen bisherigen Comdirect-Chefs Andre Carls an die Spitze der neuen Dachgesellschaft soll die Ost-Perspektive der Commerzbank verstärken.

Branchenkenner sind sich einig, dass nicht nur die Commerzbank, sondern sämtliche deutschen Banken im Ostgeschäft sehr, vielleicht zu spät zum Zuge kommen. Das Gros der Akqusitionen haben ihnen längst schon die Österreicher weggeschnappt, die sich konsequent um die Region ihrer ehemaligen Monarchie bemühten. Erste, Volksbank, Raiffeisen, BA-CA (jetzt Unicredit) haben den Markt praktisch aufgeteilt.

Die Deutschen Großbanken haben meist nur im Privatkundengeschäft und einigen Geschäftsnischen mitzureden. Aber gerade bei Direktbanken und im Mittelstandssegment sind noch Aufholbewegungen möglich.

(c) Pester Lloyd

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