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(c) PESTER LLOYD / 7. März 2008
Atomkraftwerk in Bulgarien wird immer teurer
Ende März entscheidet sich in Bulgarien, wer den Zuschlag für die Beteiligung zum Betrieb eines neuen Atomkraftwerks in Belene erhält.
Fünf Bieter sind um den 49%-Anteil im Rennen, als Favoriten gelten die deutsche RWE sowie die im Besitz der französischen Suez-Gruppe befindliche Electrabel aus Belgien. Der noch rein staatlich kontrollierte Energiemonopolist Bulgariens NEK wird an dem neuen AKW 51% halten.
Der Auftrag für den Bau der umstrittenen neuen Blöcke ging bereits an das russische Unternehmen AtomStroyExport, wie zu erwarten, eine Tochter der Gazprom, aber auch Areva aus Frankreich und Siemens sind am Bau des AKWs, das ungefähr 2013-2014 ans Netz gehen soll, beteiligt. Die Kosten für das Projekt werden von offizieller Seite auf rund 4 Mrd EUR geschätzt. Andere Quellen rechnen wegen vermuteter Verzögerungen, gestiegener Rohstoff- und Materialpreise und den zu erwartenden steigenden Kosten am Finanzmarkt eher mit 6 Mrd EUR. Nach Angaben der Agentur Reuters zeigen sich die Banken bisher sehr reserviert. Lediglich zwei französische Banken sollen bisher überhaupt zu Verhandlungen bereit sein. Zweifel bestehen bisher an den Möglichkeiten einen langfristig sicheren Betrieb möglichst an der Kapazitätsgrenze zu führen, um das Projekt refinanzieren zu können.
Angeblich sollen sich "russische Quellen" zur Finanzierung des Projektes bereit erklärt haben. Bei seinem Besuch im Januar soll Putin einen 3,8 Mrd. EUR-Kredit dafür avisiert haben. Doch selbst der bulgarischen Regierung scheint so viel Abhängigkeit vom großen Bruder nicht geheuer, daher soll nun mit der Hereinnahme eines westlichen Investors die Realisierung des Projektes gewährleistet werden.
(c) Pester Lloyd
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