|
(c) PESTER LLOYD / 4. Februar 2008
Polen: Kein Geld für "Stimme der Inquisition"
Radio Maryja, Sprachrohr des nicht gerade kleinen rechtsnatioanlistisch-erzkatholischen Teils von Polen könnte den neuen Wind in Warschau bald in Form von Finanznöten zu spüren bekommen.
Der explizit antieuropäische Radiosender, der in seinen Beiträgen mitunter direkte Homosexuellenhetze und heftigste Polemik gegen jede von der "reinen Lehre" abweichende Gesinnung betreibt und dem sogar der Papst manchmal zu progressiv ist, wurde von Ministerpräsident Donald Tusk höchstpersönlich von einer Projektförderliste gestrichen.
Wie der Auslandsdienst des Polnischen Rundfunks meldet, wollte Radio Maryja mit dem eingereichten Plan seine "Journalistenschule" im nordpolnischen Torun ausbauen. Sagenhafte 15 Mio EUR sollten dafür fliessen. Elzbieta Bienkowska, Ministerin für Regionalentwicklung begründete den Schritt lapidar damit, dass das Projekt nicht den Förderkriterien entspräche.
(c) Pester Lloyd
Ihre Meinung dazu?
______________
|