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(c) PESTER LLOYD / 25. Februar 2008


MÁV-Cargo Deal ist jetzt Polizeisache

Nach den Wettbewerbsbehörden beider Länder, untersucht nun auch die ungarische Polizei, ob beim Verkauf der MÁV Cargo an die ÖBB-Tochter RCA alles mit rechten Dingen zugegangen ist.

Die Ermittlungen fussen unter anderem auf einem Bericht des österreichischen Nachrichtenmagazins "Format", wonach ein ÖBB-Vorstand eine die Budapester PR-Agentur Geuronet für Beratungsleistungen, ergo "gute Stimmungsmache" engagiert habe. Nach Angaben in "Format" sollen bis zu 7,1 Mio. EUR dabei geflossen sein. Während gegenüber MTI sämtliche MÁV-Vertreter bestritten jemals von einer solchen Agentur gehört zu haben, liessen sich die ÖBB am Freitag so zitieren: "Die Agentur ist uns empfohlen worden und hat gute Dienste geleistet." Geuronet habe dazu beigetragen, die Stimmung in der Öffentlichkeit zu verbessern, "die für Österreich in Ungarn im Vorjahr nicht gut war". Am Firmensitz der Geuronet Bt. ist der dem Fidesz nahestehende ehemalige Vize-Postbank Chef András Gyula gemeldet. Die Népszabdság stellte fest, dass er über gute Kontakte nach Österreich verfüge.

Der 450 Mio EUR Deal von MÁV-ÖBB, der große wettbewerbsrechtliche Bedenken ausgelöst hat, ist auch strategisch und kaufmännisch umstritten. Es besteht zudem die Möglichkeit, dass sich auch noch die europäischen Wettbwerbsbehörden für die Umstände des Zustandekommens interessieren, berichtet der Pester Lloyd.

 

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