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(c) PESTER LLOYD / 25. Februar 2008
Mit Kameras gegen Völkerhass
Der “ERSTE Foundation Award for Social Integration” ging an 20 soziale Projekte aus Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Serbien und Slowenien.
Bei einer feierlichen Preisverleihung am vergangenen Donnerstag in der Nationalgalerie der slowenischen Hauptstadt Ljubljana wurden die mit insgesamt 85.000 EUR dotierten Preise verliehen. Die Jury wählte aus über 400 Bewerbungen 20 Nominierte aus, von denen 10 Gewinner bestimmt wurden. Der erste Preis ging an das Projekt "Volunteer Finance 2007", dass von der bosnischen NGO Infohouse entwickelt wurde, um ehrenamtliche Arbeit im Sozialbereich und die Integration von Jugendlichen und der Wirtschaft Bosniens und Herzegowinas zu fördern, aber auch um das Selbstbewusstsein und die Perspektiven der jungen Menschen zu stärken. Bei einem sogenannten „Sozialtag“ leisten Schüler der Oberstufe einen Tag lang ehrenamtliche Arbeit in einem Unternehmen oder einer NGO. Ihr Gehalt bekommen
sie nicht ausgezahlt, es wird vielmehr auf ein Sozialtag-Konto überwiesen. Im Jahr 2007 haben 380 Schüler aus 17 Gymnasien aus Sarajevo an dem Projekt teilgenommen und dabei insgesamt 6.396 Bosnisch-Herzegowinische Mark oder 3.240 Euro eingenommen. Der zweite Preis ging an die Kroatische Stadtbibliothek, weil sie sich besonders um behinderte Leser kümmert. Die Stadtbibliotheken Zagreb starteten 2007 ihr Projekt Bibliothek der weit
geöffneten Tür. Es ermöglicht Kindern und jungen Erwachsenen den Zugang zu Bibliotheksdiensten und fördert gleichzeitig nützliche Fähigkeiten sowie ihre Integration in die Gesellschaft. Zwei dritte Preise gingen an ein Projekt für traumatisierte Kinder im Kosovo swie eine serbische Initiative, die ethnische Konflikte mit Hilfe von Fotoapparaten bekämpft.
Ihre Meinung dazu?
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