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(c) PESTER LLOYD / 4. Februar 2008
Slowakei weiter mit höchster Arbeitslosenquote
Die Slowakei ist mit einer Arbeitslosenquote von 10.8% immer noch das Schlußlicht der gesamten EU, Tschechien kann sich hingegen über den tiefsten Stand seit zehn Jahren freuen.
Der Aufschwung in der Slowakei erreicht nach wie vor nur einen Teil der Bevölkerung. Den Erfolgszahlen der Automobilinindustrie und die baldige Erfüllung der Kriterien für die Euroeinführung stehen nach wie vor miserable Arbeitsmarktdaten gegenüber, die Eurostat jetzt veröffentlichte. Die Slowakei ist mit einer Arbeitslosenquote von 10.8% immer noch das Schlußlicht der gesamten EU, auch wenn eine Verringerung um 1,2%-Punkte im Jahresvergleich Anlaß zur Hoffnung gibt. In der Slowakei fehlt ausserhalb Bratislavas und der von ausländischen Multis betriebenen großen Industriezentren immer noch ein gesunder Mittelstand, daher Dienstleistungsnachfrage, die richtige Branchenmischung und Konzepte für die ländlichen Räume.
Tschechien kann sich mit gerade 4,9% (EU-Methode) hingegen über den tiefsten Stand der Arbeitslosigkeit seit zehn Jahren freuen. Auch die absolute Zahl an Arbeitsplätzen ist in Tschechien deutlich gestiegen, im Jahresvergleich um 2,2%-Punkte, was 105.600 Menschen mehr in Arbeit bedeutet.
Spanien (8.6%) hatte das zweitschlechteste Ergebnis und zudem einen Zuwachs um 0.4%-Punkte im Vergleich zu 2006 zu verzeichnen. Die Niederlande (2.9%) und Dänemark (3.1%) melden praktisch Vollbeschäftigung, auch Österreich kann sich mit 4,6% sehen lassen. Den stärksten Rückgang konnten Polen (von 11.8% auf 8.1%) und Bulgarien (von 8.2% auf 5.6%) vermerken, wobei nicht zu vergessen ist, dass man in Bulgarien selbst als einfacher Vollzeitbeschäftigter kaum von seinem Gehalt leben kann.
(c) Pester Lloyd
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