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(c) PESTER LLOYD / 11. Februar 2008
115 neue Unternehmen in Wien
Die Nähe zum CEE-Raum ist zwar der Hauptgrund für Neuansiedlungen in Wien, doch bleibt die beschworene "Ost-West-Drehscheibe" eher ein frommer Wunsch.
Einen "Rekord" bei internationalen Betriebsansiedlungen in Wien melden die Austrian Business Agency (ABA) und der Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF) für 2007. Durch die "Attraktivität als Ost-West-Drehscheibe" und hohe Sprachenkompetenz gelang es demnach im vergangenen Jahr 115 Unternehmen nach Wien zu locken, was einer Steigerung von 55% gegenüber 2006 entspricht. Nach Angaben der Beratungsunternehmen investieren diese Unternehmen rund 113 Mio. Euro und schaffen bis zu 1.100 neue Arbeitsplätze.
Der Millenium-Tower in Wien
Bei insgesamt 19 Ansiedlungen aus dem CEE-Raum in 2007 von einem Boom und einer "Ost-West-Drehscheibe" zu sprechen scheint indes übertrieben. Es ist doch eher eine relativ einseitige West-Ost-Richtung zu erkennen. Zudem stammen 5 der CEE-Neuansiedlungen aus Rußland und wurden in der Aussendung fälschlicherweise dem CEE-Raum zugeordnet. Gerade für kleinere Unternehmen aus dem Osten ist eine physische Präsenz in Wien nach wie vor zu teuer, direkte Kontakte oder Vertretungen werden hier immer noch bevorzugt. So hielten letztes Jahr nur vier ungarische Unternehmen den Schritt ins Nachbarland für lohnenswert. Mit Metropolen wie Warschau, Budapest und Prag besteht eine äußerst attraktive Konkurrenz. Die meisten der von WWFF und ABA-Invest in Austria unterstützten Betriebsansiedlungen in Wien kamen auch 2007 aus Deutschland (46), dass nach wie vor der wichtigste Handelspartner Österreichs ist.
ABA
WWFF
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