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(c) PESTER LLOYD / 14. Januar 2008

 

Strafen gegen Raiffeisen und Lidl

Die österreichische Bank wird in Ungarn wegen irreführender Werbung, die deutsche Diskontkette in Tschechien wegen Verstössen gegen Umweltbestimmungen zu, teils empfindlichen, Strafen verdonnert.

Wegen der wiederkehrenden Nichteinhaltung abfallrechtlicher Bestimmungen wird die tschechische Tochter des deutschen Diskont-Einzelhändlers mit einer Rekord-Strafe von 2 Mrd. CZK belegt (rund 77 Mio EUR), meldet die Nachrichtenagentur ČTK. Das Unternehmen hatte, rechtswidrig, die Rücknahme bestimmter Verpackungen limitiert.  LIDL wollte sich bisher dazu nicht äußern, bereits im vergangenen Jahr musste man ein Bußgeld von 600.000 CZK wegen ähnlicher Probleme bezahlen.

Rund 80 Mio HUF (ca. 300.000 EUR) muss die ungarische Raiffeisen Bank Zrt. berappen, weil sie nach Ansicht der Wettbewerbsbehörde GVH in Anzeigen Informationen verbreitet hat, die Konsumenten irreführen könnten. „Bei unseren jüngsten Wohnungskrediten bestimmen Sie jetzt die Rückzahlungsraten“, dieser Slogan verzerre den Wettbewerb und sei unvollständig, weil bestimmte Bedinungen darin nicht genannt worden seien, erklärt die GVH in einer Presseaussendung. Strafen gegen Banken in Ungarn sind nicht selten und werden aufgrund des harten Wettbewerbs von den Finanzinstituten teilweise sogar schon ins Werbebudget einkalkuliert.

 

(c) Pester Lloyd

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