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(c) PESTER LLOYD / 12. Februar 2008
Tschechien fehlen Arbeitskräfte
Österreichsiche KMU´s profitieren vom Wirtschaftsboom und dem Arbeitskräftemangel in Tschechien.
"Weil die Wirtschaftslage momentan so glänzend ist, kommen die tschechischen Gewerbe- und Handwerksbetriebe mit der Abwicklung der vielen Aufträge nicht mehr zurande. Maler, Tischler oder Installateure, die die Arbeit in der vereinbarten Zeit verlässlich erledigen, fehlen hier an allen Ecken und Enden. Immer wieder können wir daher österreichische KMU an tschechische Auftraggeber vermitteln", berichtet Nikolaus Seiwald (Foto), Handelsdelegierter der Wirtschaftskammer Österreich in Prag, im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst.
Investitionsbedarf bestehe vor allem in der Verbesserung von Straßen- und Schieneninfrastruktur sowie im Ausbau der alternativen Energien, weil Tschechien als EU-Mitglied diesen Anteil an der Gesamtenergieproduktion von derzeit sechs auf 13 Prozent steigern muss. Dazu komme der Wohnbau - Seiwald: "60 Prozent der tschechischen Bevölkerung besitzen noch kein Wohneigentum, das ist ein unglaublich hohes Potenzial" - und das Gesundheitswesen, wo es ebenfalls großen Nachholbedarf gebe.
2007 betrug das Wachstum des BIP in Tschechien, 6,1%. Das Land ist der fünftwichtigste Handelspartner ÖSterreich, noch vor Großbritannien und Frankreich. Nach Schätzungen der Wirtschaftskammer sind rund 1.500 österreichische Firmen in Tschechien tätig, darunter etwa 300 Kleine und mittlere Betriebe (KMU).
Österreichs Wirtschaft in Tschechien
(c) Pester Lloyd
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