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(c) PESTER LLOYD / 25. Januar 2008

 

Airport Bratislava: Wiener unerwünscht

Die slowakische Regierung verzichtet auf ausländisches Kapital bei der Entwicklung des Airports Bratislava und riskiert damit die Bedeutungslosigkeit.

Mit der Erklärung von Ministerpräsident Robert Fico, der Flughafen in Bratislava / Letisko sei ein „strategisches Unternehmen“ der Slowakischen Republik, schlug man jetzt potentiellen Investoren die Tür deutlich vernehmbar vor der Nase zu. Vor allem Wien-Schwechat hatte auf eine Kooperation gesetzt, um Wien-Bratislava als Twin-City-Flughafen zum CEE-Drehkreuz ausbauen zu können. Die Slowaken berfüchteten jedoch, dass sich Wien die lohnendsten Airlines nach Wien holt und ihr Flughafen als unerwünschte Konkurrenz kleingehalten würde. Mehrmals machten Privatisierungspläne die Runde, doch wurden diese stets in letzte Minute ad acta gelegt.

In naher Zukunft steht in Bratislava der Bau eines neuen Terminals für geschätzte 50 Mio. Euro an, auch in punkto Gäste-Service und Cargo-Logistik besteht hoher Nachholebedarf, den man "aus eigener Kraft" stämmen will. Die Fachpresse in der Slowakei sieht das allerdings etwas anders, die guten Zuwachsraten beim Passagieraufkommen verlangsamen sich spürbar, die einstige nationale Fluglinie Slovak Airlines ist praktisch am Boden. Auch der expandierende slowakische Hoffnungsträger SkyEurope verlegt immer mehr Flüge nach Wien, dass nun schon über den Bau einer dritten Landepiste nachdenkt. Die Wiener zeigen sich nach wie vor über Kooperationen gesprächsbereit, meldet "Die Presse".

 

(c) Pester Lloyd

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