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(c) PESTER LLOYD / 7. Dezember 2007

 

Werft Danzig: Ein Symbol vor dem Wandel

Ukrainische und dänische Investoren kümmern sich nun um das Gelände auf dem einst der politische Wandel Osteuropas eingeleitet wurde.

Die Danziger Werft, einst Ausgangspunkt der systemerschütternden Streikbewegungen der Solidarnosc unter Lech Walesa in den achtziger Jahren, hatte zur Wende noch rund 15.000 Arbeiter. Heute sind lediglich noch 3.000 Menschen im Schiffbau tätig. Zwar geht es der Stadt Danzig, dank vieler Investitionen im IT-Bereich, der Tourismus- und Bernsteinindustrie relativ gut (die Arbeitslosenquote ist mit 5,6% nur halb so hoch wie im Landesschnitt), für die ehemaligen Arbeiter der Werft und die übrigen 70 ha Werksgelände fehlten jedoch lange klare Konzepte.

Nun will sich die Donbass Industrial, ein Unternehmen aus der Ukraine mit 83% in die Werft einkaufen, ein niedriger dreistelliger Millionenbetrag wird als Kaufpreis vermutet. Auf einem anderen Teil des attraktiven Geländes entsteht unter Führung der "Baltic Porperty Trust" aus Dänemark ein Wohnpark mit Luxusappartements und Einkaufszentren. Die EU hat Polen aufgefordert, umgehend Pläne für die zukünftige Bewirtschaftung der Danziger Werft vorzulegen und zu konkretisieren, andernfalls könnten avisierte Fördermittel von mehr als 1 Mrd. storniert werden.

 

(c) Pester Lloyd

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