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(c) PESTER LLOYD / 29. November 2007

 

Drei Männer in Ungarn und Slowakei
mit radioaktivem Material verhaftet

Die Polizei in der Slowakei und Ungarn verhaftete am Mittwoch drei Männer, die versucht haben sollen radioaktives Material für rund 1 Mio USD zu verkaufen. Die tschechische Nachrichtenagentur CTK meldet, daß es sich dabei, nach unbestätigten Berichten, um angereichtertes Uran handeln soll. Diese Menge, wenn sie entsprechend angereichtert ist, reicht bereits zur Herstellung einer sogenannten "schmutzigen Bombe." Die slowakische Polizei bestätigte indes nur, daß es sich bei dem Stoff um ein "nichtspezifiziertes gefährliches Material" handelt, daß derzeit genauer untersucht werde. Zwei der Verdächtigen wurden in der Ostslowakei geschnappt, ein dritter in Ungarn. Beide Länder grenzen an die Ukraine. Die Verhaftungen seien das Ergebnis einer monatelangen Kooperation der slowakischen und ungarischen Polizei. Sowohl das ungarische Kriminalamt, slowakische Innenministerium sowie die US-Botschaften beider Länder lehnten Kommentare zu dem Vorgang zunächst ab.
Die internationale Atomenergiebehörde berichtete, daß allein 2006 250 Fälle von "Materialverlusten" aus Atomanlagen weltweit bekannt geworden seien, dreimal so viel wie noch 2002. Sicherheitskreise fürchten seit langem, daß radioaktiv angereicherte Materialien von Terroristen zur Herstellung einer sogenannten "schmutzigen Bombe" verwendet werden könnten, die erhebliche Strahlenschäden verursachen kann.

(c) Pester Lloyd

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