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(c) PESTER LLOYD / 23. November 2007
Was plant die OMV mit Gazprom?
Der wachsende Einfluss der russischen Gazprom auf die Verteilerunternehmen in Mittelosteuropa werde keinen Einfluss auf die Errichtung der Nabucco-Pipeline haben oder diese gar gefährden, versicherte Balázs Felsmann, Staatssekretär im ungarischen Wirtschaftsministerium vor Pressevertretern. "Gazprom und Nabucco seien keine wirklichen Konkurrenten", meinte der Wirtschaftspolitiker. Die Nabucco Pipeline wird Erdgas aus dem Mittleren Osten an Russland vorbei nach Mitteleuropa transportieren. Mit der Äußerung reagierte Felsmann auf Spekulationen, dass der österreichische Erzfeind OMV, der ebenfalls an Nabucco beteiligt ist, in einer gesonderten Kooperation mit Gazprom ein Konkurrenzprojekt aufziehen könnte (im Gespräch ist der Ausbau einer Leitung um das österreichische Baumgarten). Man hielt dem entgegen, dass der Bedarf derart groß sei, dass solche Alternativmodelle sogar notwendig seien, um die Versorgung des Westens weiterhin zuverlässig zu gewährleisten. Fraglos wäre ein Alleingang der OMV mit Gazprom weiteres Öl ins Feuer der MOL, die sich seit mehreren feindlichen Übernahmeversuchen der OMV in einem ständigen Abwehrkampf sieht. Nabucco soll im Jahre 2012 funktionsfähig sein und wird insgesamt bis zu 5 Mrd EUR Investitionen erfordern.
(c) Pester Lloyd
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