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(c) PESTER LLOYD / 28. November 2007
Ungarischer Güterverkehr geht an Österreicher
Mit einem Gebot von rund 400 Mio EUR ist die ÖBB-Tochter Rail Cargo Austria (RCA) gemeinsam mit ihrem ungarischen Partner RoEE (Raab-Ödenburger-Eisenbahn) die Meistbieterin beim Tender um die Gütersparte der ungarischen Eisenbahn, MÁV Cargo.
Laut Mitteilung des ungarischen Wirtschaftsministeriums trete man nun mit RCA in die Endverhandlungen ein. Ausschlaggebend für die Entscheidung könnte neben dem gebotenen Preis vor allem auch die Kooperation mit der RoEE gewesen sein, an welcher der ungarische Staat mit 57,4% die Mehrheit hält. 36,4 liegen in Händen Österreichs, die RCA selbst hält nur 6,2%.
Die Mitbieter Spedtrans und Slavia Capital (Slowakei) sowie das britisch-amerikanische Finanz-Konsortium Cargo Central Europe lagen mit ihren Geboten weit unter dem österreichsichen Angebot.
Mit der Übernahme steigern die Österreicher ihr Transportaufkommen nach letzten Zahlen um rund 45%, die MÁV Cargo hatte 2006 knapp 47 Mio Tonnen Güter transportiert, die RCA 93 Mio. Der Wagenbestand beider Unternehmen beläuft sich auf rund 26.000 Stück.
Bei der MÁV Cargo arbeiten derzeit rund 3.200 Menschen, der Umsatz belief sich 2006 auf 370 Mio. Euro, der Gewin bei knapp 11 Mio. Rail Cargo Austria erwirtschaftete mit 8.240 Mitarbeitern 2,25 Mrd. EUR und erzielte 42,6 Mio EUR Gewinn.
Im Vorjahr mißlang eine Übernahme der Cargo Slovakia, da der neue Premierminister Robert Fico die Privatisierung aus strategischen Gründen unterbunden hatte.
(c) Pester Lloyd
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