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(c) PESTER LLOYD / 26. November 2007

 

Japan kauft sich saubere Luft in Osteuropa

Nachdem der Vatikan verkündete, durch Baumpflanzungen in Ungarn seine CO2-Bilanz aufbessern zu wollen, scheinen auch andere Länder Interesse an Ungarns Emmissionsbudget zu haben. Nun hat Japan, daß im Übrigen Verschmutzungsrechte" auf der ganzen Welt zusammenkauft als gäbe es kein Morgen, in Ungarn angefragt.

Dabei soll Ungarn als Testlauf herhalten. Funktioniert der Deal, will man auch in Tschechien und Polen anfragen. Nach dem Kyoto-Protokoll sollte Japan derzeit seine Emmissionen auf ein Niveau von 6% unter den Stand von 1990 gebracht haben. Man bewegt sich aber rund 8% über diesem Level. Wieviel Geld Ungarn damit verdienen kann, wurde noch nicht bekannt, ein mittlerer zweistelliger Euromillionbetrag scheint Fachleuten aber wahrscheinlich.

Der Emissionshandel ist mittlerweile weltweit zu einem Milliardengeschäft geworden, auch die Vermittlung ist sehr lukrativ und wird börsenartig durchgeführt. Umweltschützer kritisieren das System massiv, da reiche Industrieländer sich vom Uweltschutz praktisch freikaufen könnten.

 

 

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