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(c) PESTER LLOYD / 28. November 2007
Bulgarien: Widerstand gegen neues Atomkraftwerk
Die Pläne der Regierung ein 1.000-MW-Atomkraftwerk in Belene, unweit der rumänisch-bulgarischen Grenze zu errichten stoßen auf heftige Proteste der Oppositionsparteien und von Umweltschützern. Im Oktober bekam das russische Unternehmen Atomstroyeksport einen Vorvertrag für das Projekt von der nationalen bulgarischen Energiebehörde.
Foto: Greenpeace
Eine Delegation von Umweltschützern hat sich nun an die EU gewandt, um das Projekt stoppen doch noch stoppen zu können. Ihre zwei Hauptargumente: das Gebiet um Belene sei eine erdbebengefährdete Region und die russischen AKW-Modelle dafür nicht sicher nicht genug. Und zweitens sei das ganze Projekt sei völlig überteuert, was den Verdacht auf Korruption bei der Vergabe erhärte. Die offizielle Seite verwarf beide Anschuldigungen als unbegründet.
1977, zerstörte ein Erdbeben die Kleinstadt Svishtov, 13 Kilometer entfernt von Belene. Dabei starben 120 Menschen.
Zwar braucht Bulgarien de facto keine Genehmigung aus Brüssel, um ein solches Projekt zu realisieren. Eine positive Einschätzung seitens der EU ist aber willkommen, da man sonst kaum auf Finanzierungshilfen hoffen kann. Die Kommission will sich bis Jahresende zu dem Thema äußern.
(c) Pester Lloyd
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